Verbesserte und gezieltere Prostatakrebs-Diagnose durch die multiparametrische Fusionsbiopsie


Seit circa 25 Jahren ist die transrektale ultraschallgezielte Prostatabiopsie der Standard in der Prostatakrebsdiagnose. Lediglich die Anzahl der Stanzen hat sich im Lauf der Zeit geändert – von ursprünglich 6 auf später 12 Stanzen.
Erst seit Kurzem wurde eine spezielle MRT-Untersuchung der Prostata in die Diagnostik des Prostata-karzinoms mit einbezogen.
Das multiparametrische MRT der Prostata ist ein neuartiges und äußerst genaues bildgebendes Verfahren für die Prostatakarzinomdiagnostik. Dadurch können aggressive Tumorherde in der Prostata erkannt werden. Diese werden auf den MRT-Bildern vom Radiologen markiert bzw. gekennzeichnet, sodass der Urologe diese speziellen verdächtigen Herde gezielt punktieren kann.
Dieses Verfahren nennt man kognitive Fusionsbiopsie der Prostata, welches ich in unserer Ordination seit circa sechs Monaten anbieten kann.
Studien haben ergeben, dass mit dieser Methode 30 Prozent mehr Prostatakarzinome erkannt werden können als mit der herkömmlichen Prostatabiopsie-Methode.
Die Verbesserung der Prostatabiopsie war längst überfällig!
Mittels des multiparametrischen MRT der Prostata können Prostataveränderungen in einer Skala „Pirads 1 bis 5“ eingeteilt werde n. Pirads 1 und 2 sind gutartige Veränderungen, Pirads 3 ist ein zu beobachtender Befund, Pirad 4 und 5 sind suspekte Veränderungen, die biopsiert werden müssen.
Durch das neuartige multiparametrische MRT-Verfahren können:
... mittels der Fusions-PE-Technik Prostatakarzinome gezielter biopsiert und sicherer diagnostiziert werden und
... viele unnötige Prostatabiopsien bei nicht verdächtigen MRT-Befund (Pirads 1 und 2) vermieden werden.